Deutsch-Indische Gesellschaft

Die Deutsch-Indische Gesellschaft e.V. wurde im Jahre 1953 in Stuttgart gegründet und besteht derzeit aus 33 Zweiggesellschaften. Die Gesellschaft bringt Menschen aus beiden Ländern miteinander in Verbindung und vermittelt der deutschen Öffentlichkeit Kenntnisse über und Verständnis für das moderne Indien und seine vielfältigen religiösen, ethnischen und kulturellen Quellen. Die Deutsch-Indische Gesellschaft Remscheid hat den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf  die Förderung von Sozialprojekten, Schul- und Bildungswesen, insbesondere für die Dalit, die Unterprivilegiertesten in der indischen Gesellschaft, gelegt. Seit Jahren pflegt die Gesellschaft diese Austauschprojekte über verschiedene Projektformen, zwischen Indien und Deutschland. Während des Austausches gilt es das Gemeinsame zu entdecken, Vorurteile abzubauen, darüber einander besser verstehen zu lernen, zur Wertschätzung der jeweils anderen Kultur – und somit zur Förderung der interkulturellen Kompetenz, beizutragen. Seit 2002 arbeitet die Remscheider Gesellschaft mit Dr. Lenin Raghuvanshi, Gründer der indischen Menschenrechtsorganisation PVCHR/PEOPLE’S VIGILANCE COMMITTEE ON HUMAN RIGHTS, in Varanasi/Bundesstaat Uttar Pradesh, für und mit den Dalit, erfolgreich zusammen. Die Gesellschaft erhält seit 2007 Fördermittel durch das Ministerium NRW über die InWent (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH), seit 2011 über die Staatskanzlei NRW und GIZ GmbH, (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), für den Bau von Schulen/Sozialeinrichtungen für die Dalit in Varanasi und Umgebung, die mit dem Partner in Indien, Dr. Lenin/PVCHR, durchgeführt wurden.

Über das Peoples Vigilance Committee on Human Rights

Das Indian People’s Vigilance Committee on Human Rights (PVCHR) wurde von Dr. Lenin Raghuvanshi gegründet und setzt sich seit 1996 mit großem Engagement mit seinem Team in Varanasi, unzähligen Dörfern und weiteren Distrikten im Bundesstaat Uttar Pradesh für und mit den Dalit, die Unterprivilegiertesten in der indischen Gesellschaft, gegen das Kastensystem und für deren Rechte auf ein menschenwürdiges Leben ein. Die wichtigsten Ziele seiner Arbeit sind die Förderung der Bildung der Ärmsten der Dorfbevölkerung, sowohl Kinder-, als auch Erwachsenenbildung, Gesundheitswesen und die Abschaffung der unerträglichen Kinderarbeit. Die Regierung setzt oft Konventionen oder gar Teile der eigenen Verfassung nicht konsequent um. Organisationen wie PVCHR, setzen sich für die Unterdrückten ein, indem sie deren verfassungsgemäßen Rechte einfordern. So sind Dalit Dank ihrer Unterstützung durch Organisationen wie PVCHR von Opfern zu Akteuren geworden. Die Deutsch-Indische Gesellschaft Remscheid unterstützt Dr. Lenin und seine Organisation, durch Bewusstseinsbildung der Menschen hier vor Ort für das noch immer harte Schicksal der Dalit. Sie möchte ihnen als Partner zu Seite stehen, in ihrem Kampf um ihre Rechte, Anerkennung und Wertschätzung als gleichberechtigte Menschen der indischen Gesellschaft.

Ihr solltet nicht die sehr eindrucksvoll umgesetzte Broschüre über den PVCHR und die Dalit versäumen!

Über Dr. Lenin Raghuvanshi

Dr. Lenin Raghuvashi ist der Gründer des PVCHR, schaut auf jeden Fall auf seiner Webseite www.pvchr.net vorbei.

Denkt auch an sein Buch “Justice, Liberty, Equality: Dalits in Independent India“, das die bestürzende Differenz zwischen Anspruch  und Realität in der indischen Demokratie anprangert, insbesondere was die Dalit (“Unberührbare”) betrifft.  

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