Jaisalmer – wir sind am Ziel unseres Abenteuers

Endlich geschafft, nach anstrengenden 10 Stunden Fahrt kommen wir pünktlich in der Wüstenstadt Jaisalmer an.

Aber zuerst der Reihe nach:

 

Morgens um 5 Uhr verlassen wir unser Hotel in Ajmer. Das erste Mal auf der gesamten Reise, dass wir es so früh schaffen los zu fahren. Im Hotelhof stand überraschenderweise noch ein anderes Team, als wir gestern nacht um 1:30 das Hotel erreichten. Bevor wir uns auf die letzte Tour nach Jaisalmer machen, verzieren wir noch das andere Tuk Tuk vom kanadischen Team mit einigen Zefantaufklebern.Dann fädeln wir uns in den erwachenden Geschäftsverkehr von Ajmer ein. Am Rande der Stadt hält Stephan nochmal an, um das Motoröl zu checken bzw. nachzufüllen. Wir trinken noch einen süßen Chai an einem Straßenstand und verlassen dann die Stadt. Zuerst geht es um die Stadt herum, wo es sehr bergig ist und unsere Tuk kriecht wieder sehr langsam die Steigungen hoch. Oberhalb der Stadt bietet sich ein herlicher Ausblick auf die vielen Sandstein Abbauplätze. Dieses hellbraune Material wird zu tollen Steinskulpturen oder für den Hausbau verwendet.

 

 

Dann gehts weiter in Richtung Jaisalmer.

Nicht nur an den früh morgentlichen Temperaturen von vielleicht 30 Grad erkennen wir, daß wir in der Wüste sind, sondern auch am Folgenden:

 

Unerwegs sehen wir immer wieder Menschen mit bunten Fahnen und kleine Zeltstädte mit lauter Musik.

 

Es ist ein Fest einer indischen Gottheit. Nachdem Indien mehr als 10000 Götter verehrt, malen wir uns aus, wieviel Feste es dann tatsächlich geben müsste.

Wann immer wir an den Festteilnehmern vorbeifahren, grüßen sie uns freudig und machen große Augen wegen unseres Zefanten.

Auf der Strecke überholt uns noch ein weiteres Team, nach einem kurzen Plausch fahren wir weiter und merken schnell, daß deren Tuk um einiges schneller läuft als unseres.

 

Schon nach einigen Sekunden sind sie nur noch ein schwarzer Punkt auf der endlosen Straße.
Mittags sehen wir das zweite Team: der eine sitzt hinter einem Polizisten auf einem Motorrad und der andere fährt in einer Taxi Rickshaw. Beide haben Verbände an den Armen. Sie haben es doch tatsächlich geschafft, so kurz vor dem Ziel ihr Tuk umzuschmeißen, als sie mit 50 Sachen, eine der unzähligen “speed bumper” übersehen haben, tükische Fahrbahn Überhöhungen, die es bei uns auch vor Schulen und Krankenhäusern gibt.
Nun kommen sie gerade vom Krankenhaus, es ist ausser ein paar Prellungen und Aufschürfungen nichts Ernsteres passiert. Nun gehts zur Polizeistation für den Papierkram.
Zwei Stunden später überholen sie uns in einer Art Rennversion von Rickshaw. Der ganze Rahmen ist aerodynamisch nach hinten gebogen, es gibt keine Frontscheibe mehr, an eingen Stellen sind Verstrebungen abgerissen, aber eine Rickshaw ist unverwüstlich, sie können weiterfahren.
Kurz vor Jaisalmer werden wir das letzte Mal auf der Straße angehalten, ein sportlicher BMW 320 mit lustiger  Besatzung hält an und es gibt wieder die obligatorischen Zefant Bilder.
Wir zählen die verbleibenden Kilometer runter bei jedem Schild und hoffen daß unsere immer langsamfahrende Rickshaw durchhält.
Als wir endlich in Jaisalmer ankommen ist es 17:30 Uhr und wir fahren überglücklich durch die Zieleinfahrt.
Als wir unser Zielfoto schiessen überholt uns glatt noch ein norwegisches Team, aber als wir dann kurz vor dem eigentlichen Ziel sind, lassen sie uns als erste fahren.
Als 61. Team trägt uns Stephan in die Zielliste ein.
 
 
 
Als letztes überreicht uns Viskash von den Adventurists noch unsere Teilnehmerurkunden
 

 

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