In Zeitlupentempo nach Agra

Hallo liebe Leser und Leserinnen, nun sind wir gestern abend endlich in Agra angekommen und nun sitzen wir auf der Dachterasse unserers Hotels und ich werde euch gleich von unseren letzten Abenteuern berichten. Rechts neben mir erstrahlt das Taj Mahal in seiner spektakulären Pracht. Unsere Dachterasse ist, ohne Übertreibung, die höchste im näheren Umkreis und wir haben einen tollen Blick auf das imposante Bauwerk. 20120919-110526.jpg Unter uns tobt der typische indische Verkehr, ein ständiges Huben und Geklingle, gut dass keine LKWs durch die engen Gassen unseres Viertels passen, denn diese haben wirklich ohrenbetäubende Huben. Es ist somit herrlich entspannt hier oben, endlich mal ein Tag ohne Fahrerei und Reparaturen. Und dazu ein super Frühstück mit Banana Pancake und Ginger Tea. Was wollen wir mehr? Nun ein Bericht vom gestrigen Tag. Als wir uns endlich auf dem Weg nach Agra machen und aus unserem Hotel in Kanpur auschecken, beginnt die all morgentliche Routine. Wir verstauen unsere großen Koffer in unsere Rickshaw und schieben die Rickshaw zusammen mit dem Hotelpersonal und den Parkplatzwächtern an. Es grenzt fast an ein kleines Theaterstück, denn auf dem kleinen Hotelparkplatz benötigt es mehrere Anläufe, bis das Teil dauerhaft anspringt. Nach jedem missglückten Versuch, wird die Rickshaw wieder zurückgeschoben und dann beginnt ein neuer. Unter dem Schmunzeln einiger anderer Hotelgäste, startet der Motor beim dritten Versuch und wir fahren durch den allmorgentlichen Berufsverkehr in Richtung Highway nach Agra. Dieses Schauspiel haben wir nun schon seit einigen Tagen. Wir halten noch kurz an, um den Segen eines der vielen Sadus zu bekommen, die als selbsternannte Heilige vormittags auf Almosentour gehen. 20120919-112802.jpg Gleich zu Beginn merken wir das unser Tuk heute irgendwie nicht so richtig will. Unsere Höchstgeschwindigkeit ist heute nur noch ca. 25 km/h. Im vierten Gang geht gar nichts mehr, obwohl wir immer mit diesem die meiste Zeit durch die indische Landschaft gebraust sind. Nach einer Stunde hält Stephan bei einer kleinen Werkstatt an und der Chef mit Schnauzer höchst persönlich wechselt Zündkerze und reinigt den Luftfilter, danach wird noch der Vergaser verstellt und das soll es nun bringen. Nach einer kurzen Probefahrt ohne nennenswerte Verbesserung kriechen wir weiter. Nach weiteren zwei Stunden und einer geschätzten Strecke von 30 km halten wir erneut an einer Werkstatt. Dieser Mechaniker zerlegt gleich den ganzen Vergaser und pustet die Düse durch, wieder werden Zündkerze und Luftfilter gecheckt, wieder bringt es keine Verbesserung. Wir fahren entnervt weiter und finden uns ab, noch ganze 100km bis zur nächst größeren Stadt im Zeitlupentempo zu fahren, wo wir auf einen Auto Rickshaw Experten hoffen. Bei einem unserer vielen Tankstopps (die Rickshaw verbraucht ca. 6 Liter auf 70 km) findet Stephan endlich die Ursache des Übels: die hintere Aufhängung des Tanks ist abgerissen und der Tank verdreht sich beim Fahren so, daß nicht genügend Sprit in den Vergaser läuft. Mit einem Spanngurt fixieren wir den Tank und nun zieht der Motor wieder und wir erreichen unsere alte Reisegeschwindigkeit von 50km/h. Die restlichen 200km nach Agra ziehen wir ohne Probleme durch.20120919-140126.jpg20120919-140222.jpg20120919-140237.jpg

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4 Responses to In Zeitlupentempo nach Agra

  1. Micha says:

    Frage von Pauline:
    Wie heissen die Maenner, die die Ricksaw wieder repairers haben?
    Und, Wie lange habt Ihr fuer zwei hundert Kilometer gebraucht?
    Und, hat euch das Hotelzimmer gefallen?
    Gruß,
    Pauline

  2. Chrischtl says:

    Taj Mahal :) ))))

  3. Marco says:

    Heyho, ich verfolg eure abenteuerliche Fahrt gespannt und freu mich auf weitere Berichte und Bilder!
    Weiterhin gute unfallfreie Fahrt und noch viele tolle Erlebnisse…
    Gruss vom ehemaligen Wohnheimmitbewohner!

  4. Bace Fook says:

    Keep on tuking!