Die Mutter aller Staus vor Patna

Heute konnten wir endlich unsere Reise nach Patna abschließen. Das erste Stück lief richtig gut – und dann kam der Regen… Er verwandelte die Straße in ein Schwimmbad und mit einem Schlag ging nichts mehr. Fast 5 Stunden standen wir vor Patna im Stau. Immer wieder galt es ein Schlagloch zu durchschwimmen, um dann wieder 10 Minuten zu stehen. Der Motor ist währenddessen mehrere Male im wahrsten Sinne des Wortes abgesoffen, so dass wir die Rickshaw erst mal aus dem See rausschieben mussten, um wieder starten zu können. Das klingt einfach, ist aber eine Herausforderung wenn man umgeben ist von 1 Mio anderer Autos, die niemals zulassen würden, dass irgendwo ein Quadratmillimeter Platz bleiben würde.

Ein mal hatten wir wohl nicht schnell genug aufgeschlossen, da kam gleich ein Polizist mit einem Schlagstock angerannt, hat uns angebrüllt und mit dem Stock auf die Rickschaw eingeschlagen. Da haben wir dem Zefant lieber schnell die Sporen gegeben.

Einen Außenspiegel eines Krankenwagens hatten wir im Gedränge mitgenommen. Der geschäftstüchtige Sanitäter hat uns um 500 Rupees erleichtert und ihn dann wieder in die alte Position zurückgebogen…

Als wir nach langer Reise mit inzwischen ziemlich ausgeleierter Kupplungs-Hand in Patna angekommen waren, irrten wir erst mal durch die dunkelsten Gassen Patnas, ohne das eigentlich ziemlich große Hotel zu finden. Am Ende wurden wir von einem voll besetzten Militärjeep, der offenbar direkt aus dem A-Team herauskopiert wurde, bis vor die Tür eskortiert.

Es ist erst 0 Uhr, aber wir sind todmüde, lassen das Essen ausfallen und fallen sofort ins. ……. ….. zzzz zzzzzzzz zzzzz zzzzz zzz

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Mit letzten Kräften nach Bihat

Da haben wir uns zu viel vorgenommen: In einem Zug von Siliguri nach Patna, das war wohl doch nicht möglich. Da aber keine Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Weg lagen, sind wir die ganze Nacht bis 5 Uhr morgens durchgefahren, während die Straße sich an der Re-Re-Definition unseres Schlaglochbegriffs versuchte… Starker Regen zwang uns zwischendurch zu einem Halt in einer Bushaltestelle, wo wir mit 3 verrückten indischen Motorradfahrern irgendeinen indischen Tanz zu den verzerrten Klängen aus deren Handy nachtanzten.

Trotz des scharfen Essens sind für Stephan nun alle Inder etwas unscharf, denn es muss ohne Brille weitergehen, nachdem die aus der Rickshaw gefallen und 5 Sekunden später gleich ein LKW drübergefahren ist. Jetzt ist nur noch ein viertel davon übrig, vielleicht kann man ein Monokel daraus bauen:

Zum Glück haben wir ein einfaches Motel in Bihat gefunden, das uns ein paar Stunden Sc hlaf rettete und Stephans Delhi Belly sich ein wenig beruhigen konnte. So nass und dreckig wie dort sind wir bisher nirgends angekommen.

Morgen gehts weiter nach Patna

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Reparaturen in Cooch Bihar

Nur eine Zeile für das Update aus Cooch Bihar, damit die Karte stimmt… (rechte Spalte – da stecken Fähnchen bei unseren Aufenthaltsorten)

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Die Neudefinition von Schlaglöchern

Falls Ihr zu wissen glaubt, was eine Schlaglochpiste ist, dann fahrt mal die NH31 (National Highway!) von Cooch Behar nach Siliguri…

Nach zwei Tagen unglaublich schlechter Straßen bzw. Schlaglochpisten mit mikroskopisch kleinen Straßenstücken, die uns immer wieder aufs Neue auf bessere Bedingungen hoffen ließen,  sind wir gestern abend mit  vier anderen Teams kurz vor Siliguri in einem Motel ind ie Betten gefallen.

Wir sind immer wieder erstaunt, wie geländegängig unser Gefährt ist. Das Tuk ist über Stunden von einer Seite auf die andere geschwankt, knapp vor dem Umkippen. Stephan hat uns in waaghalsigen Manövern, teilweise auf der Gegenspur, um fast alle Löcher herumgefahren. 

Es hätte uns eigenlich zu denken geben müssen, als eine Gruppe von Indern uns vor zwei Tagen 100 Rupies abknöpfte, um uns den Segen einer der vielen indischen Gottheiten zu geben. Wir erhielten sogar eine Papierquittung mit dem Konterfei der Göttin. Aber wir waren nicht auf das vorbereitet, was uns danach erwartete.  

Mit maximal 20 kmh quälten  wir uns und  unser Tuck in Richtung Siliguri. 

Gestern hatten wir uns noch einen Autoscheinwerfer gekauft und oben auf dem Dach montiert, um auch bei Dunkelheit  fahren zu können. Das hat für die Schlagloch-Nahfeldsuche bis 3m Entfernung gut funktioniert, nur entgegenkommende LKWs blenden so stark, dass man dann weder Schlaglöcher in 0m Entfernung, noch Straßenrand erkennen kann und einfach draufhaltem muss.

Übrigens gibt es auf der Veranstalterseite unter folgendem Link eine Karte, auf der die cleveren Teams ihre Positionen anzeigen lassen können. Dafür senden wir eine SMS an eine Nummer der Adventurists mit dem jeweiligen Ort und Kommentar. Einige Zeit später wird dann unsere Position dort geupdated. (im Moment fehlen aber ein paar Updates) Es kann hin und wieder sein, dass wir ein Update nur dort machen können, weil wir keinen Internetzugang haben:

http://www.theadventurists.com/the-adventures/rickshaw-run/edition/september-2012  (ggf. oben AdventureMap auswählen)

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Gestrandet in Bijni

Der zweite Rallyetag lief nicht ganz nach Plan. Eigentlich wollten wir zumindest bis in die Nähe von Darjeeling kommen.  Im Ergebnis liegen wir nun im “besten”, aber auch einzigen Hotel von Bijni, weil wir der herzlichen Einladung eines der zahlreichen maschinenbewehrten Militärpolizisten folgten, dessen “I will keep you here, you can not continue” wir einfach nicht ausschlagen konnten. Witzig auch das Abendessen, mit dem wir uns ein wenig beeilen mussten, weil hier ab 20 Uhr Ausgangssperre herrscht. Dafür wurden wir aber von einer Delegation der ganzen Stadt begleitet und auch der Herr in Ocker leistete uns Gesellschaft. Aber alle waren unvorstellbar freundlich, möglicherweise noch mehr als ohnehin schon immer und nicht nur weil hier sicherlich nicht gerade viele Touristen vorbeikommen, sondern als wenn man sich für die Unnanehmlichkeiten entschuldigen wollte, die uns situationsbedingt gemacht werden mussten. (Alle sind etwas nervös, weil hier in der Nähe einer der Brennpunkte der Riots von Nordindien ist und wegen dem gestrigen Bombenanschlag in Guwahati).

Unsere Mitbewohnerin litt vermutlich an Waschzwang und konnte am nächsten Morgen nur noch tot aus der Dusche geborgen werden:

Die Nacht war kurz, vor allem wegen der vielen Moskitos und Stromausfall (no Ventilator = extremely hot). Zwei Streuselkuchen stehen am nächsten Morgen auf und werden von einem der Locals noch zum Essen eingeladen.

Jetzt gehts schnell weiter richtung Siliguri!

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Extreme Tailoring

 Was hier ensteht, das verraten wir noch nicht:

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Vodafone Schleichwerbung

Hier eine SIM-Karte zu bekommen, ist normalerweise mit ziemlich viel Bürokratie verbunden, unter anderem braucht man auch pro Prepaidkarte nicht weniger als 4 Passbilder(!) Gut dass sich direkt nebenan der kleinste Fotoladen der Welt mit einer ungefähren Befüllung von 15 Menschen pro Quadratmeter befand. Dort konnten wir zum Kampfpreis von 120 Rupees je 10 Passbilder anfertigen lassen, die allemal besser waren, als die die ich in Kirchheim bekommen habe.

Aber unsere wunderbare Vodafone-Beraterin hat´s wieder mal rausgerissen. Nachdem der Laden schon längst geschlossen und alle Lichter aus waren, hat sie sich noch über eine weitere halbe Stunde Zeit genommen, um alles unter Dach und Fach zu bringen und unsere Karten sogar gleich noch zu aktivieren, obwohl wir uns so doof angestellt haben. Auch Ihr gilt unser ewiger Dank und der Vodafone-Superman wird von nun an über sie wachen:

Und falls sich ein Agent eines Filmstudios unter den Lesern befindet: Der “dritte Mann” im Bild ist angehender Schauspieler, bitte kontaktieren Sie ihn im Vodafone-Shop am Police Bazaar von Shillong mit Ihren Rollenangeboten für den nächsten Shah Rukh Khan. Sie erhalten dafür das Päckchen rechts im Bild.

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Der erste Kontakt

Einen ersten Blick in der Dunkelheit konnten wir schon erhaschen, auch wenn die Paintjobs noch andauern. Unsere Rickshaw ist noch top secret, aber hier schon mal ein paar erste Eindrücke:

 

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Wenn Nerds reisen…

Ob wir wohl doch etwas zu viel Quatsch mitgenommen haben?

Ohne Abbildung: Wichtige Dinge.

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Der nasseste Ort der Erde?

Wir haben großes Glück mit dem Wetter hier. Dafür, dass wir hier nicht weit vom offiziell nassesten Ort der Erde sind, erwischen wir überaus viele trockene Stunden.

Ein paar mal am Tag macht Shillong aber doch seinem Ruf alle Ehre:

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